Unser Wochenende

Der Minimann und ich sind wieder in Berlin, endlich. Wir hatten ein wunderbares Wochenende bei meiner Familie in Düsseldorf.

Damit verbunden waren die An- und Abreise mit dem ICE. Ich gebe es ehrlich zu, das ganze drumherum, packen, pünktlich am Zug sein, die Zugfahrt – das alles macht mich nervös und kostet unheimlich viele Nerven. Obwohl alles gut ging, wir waren super pünktlich, mein Minimann war wundervoll, ich hatte Unterstützung von meiner Schwester – ich konnte mich nicht entspannen. Somit fand ich die Fahrten über 4 Stunden mit dem ICE im Kleinkindabteil eher so mittelmäßig schön 😉 Manche anderen Mitreisenden machten es mir auch nicht wirklich leicht, mich wohl zu fühlen. Ich kann es nicht verstehen, wie man sich mit Kindern keinen Sitzplatz reservieren kann und dann von mir erwartet, den für den Minimann reservierten Platz für sie aufzugeben. Das habe ich nicht gemacht und ordentlich blöde Sprüche kassiert. Aber der Minimann ist einfach ein Flummi-Kleinkind und braucht den Platz, keine Diskussion. Allerdings gab es auch sehr nette mitreisende Mamas mit ihren Kindern und ich habe mich auch gut unterhalten, keine Frage.

Der Minimann empfand das alles auch als sehr abenteuerlich. Er war aufgeregt und aufgedreht, krabbelte und lief im Abteil umher, spielte zwischendurch schön mit seinen Spielsachen. Er war aber immer unterwegs, meine Schwester und ich immer in Action. Er blieb nicht auf seinem Platz sitzen, sondern kletterte und kletterte 😉 er schlief in der Bauchtrage. (Was bin ich froh, über diese Erfindung!) Meine Erfahrung: viel Spielzeug und abwechslungsreiches Essen dabei haben, sonst einfach entspannt bleiben (wenn man denn kann 😉 ).

Meine Eltern holten uns vom Bahnhof ab und unser Wochenende konnte beginnen. Es waren 18° im Rheinland, die Sonne schien und wir genossen die sonnigen Herbsttage. Wir waren auf dem Kinderbauernhof, viel im Garten und ständig draußen. Ich habe es sehr genossen meine Familie um mich zu haben, es war wie immer, so wie ‚früher‘ und als ich in das Haus meiner Großeltern kam, war es wie ’nach Hause‘ kommen. Ständig hatte ich ein wohliges Gefühl im Bauch, weil der gesamte Tagesablauf genauso war wie er immer war, ich verbinde unheimlich viele Kindheitserinnerungen an das alles. Meine Oma kann kochen wie niemand anderes, sie macht alles perfekt und bekocht mit ihren 83 Jahren mal eben uns 12 Personen. Mittendrin unser kleiner Minimann, er ist ein selbstverständliches Familienmitglied und hatte sehr willige Spielkameraden 🙂 Ihm hat das sehr gut gefallen, wollte aber zwischendurch ganz dringend zu mir. Seit diesem Wochenende sagt er ganz oft und gezielt ‚Mama!‘ und ich liebe es. Wirklich. Wenn mein kleiner Mann mich mit ‚Mama!‘ ruft, bin ich im Moment (noch) ganz verzückt vor Niedlichkeit.

Die Nächte waren eher schlaflos. Das Haus meiner Großeltern ist sehr hellhörig und laut. Alleine die Toilettenspülungen hört man überall. Ich bin daran gewöhnt, für mich sind das alles vertraute Geräusche. Mein Minimann allerdings war empfindlich und nachts sehr oft wach. Er verarbeitete alles was er am Tag erlebte in der Nacht. Morgens bzw. nachts war er sehr früh wach, dazu kam die Zeitverschiebung. Gestern Abend weinte er fürchterlich und hatte Fieber, ich weiß nicht was er ausbrütet, denn tagsüber ist er gut gelaunt, hat aber auch heute noch erhöhte Temperatur. Wir warten es ab.

Natürlich vergingen die Tage wie im Flug, nur meinen Mann habe ich schrecklich vermisst. Er hat gefehlt. Nach einer anstrengenden Rückfahrt bin ich froh, dass wir gut wieder zu Hause angekommen sind und wir drei uns wieder haben 🙂

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