Unser erster Familienurlaub

Unser Urlaub war wunderschön!

Wir hatten traumhaftes Wetter, ein tolles Apartment in einem sehr guten Hotel. Das ist für mich immer schon die halbe Miete: sauberes Zimmer, schönes Ambiente. Auch wenn ich zwei Tage brauchte um mich einzuleben.

Wir waren jeden Tag im Pool, es gab eine Poollandschaft mit verschiedenen Becken. Der Minimann hat es geliebt. Vor allem in seinen Kraulquappen alleine durch den Pool zu schweben. Am Strand waren wir nicht jeden Tag, aber jeden zweiten. Da ist Familienurlaub mit Baby so ganz anders als der Urlaub als Paar. Kein entspanntes Sonnen, rumliegen, ab und zu ins Meer hüpfen. Damit hatte ich auch nicht gerechnet, denn der Minimann war auf Zack, wie immer. Er blieb nicht unter unserem Sonnenschirm und bei seinem Spielzeug, nein nein. Er krabbelte drauf los und wir spurteten hinter ihm her. Er war dann in der prallen Sonne, für ein paar Minuten okay, aber deshalb wollten wir keinen gesamten Tag am Strand verbringen und sind nach ein paar Stunden wieder aufgebrochen.

Natürlich hatte unser Minimann immer UV-Schutzkleidung an, denn die Sonne ist dort wirklich gnadenlos und man verbrennt echt schnell. Er überstand den Urlaub ohne jeglichen Sonnenbrand (GSD!), nur wir hatten hier und da mal ein paar rote Stellen. Halb so schlimm.

Minimann am Strand auf Achse

Das Buffet war super, jeden Morgen und Abend gab es frisches Obst. Abends sämtliche Gemüsesorten pur, die durfte unser kleiner Mann alle probieren. Er war im Paradies, wir boten ihm immer wieder etwas Neues an und sahen dann ob er es verträgt. Aber damit hatten wir gar keine Probleme, keine Verdauungsschwierigkeiten oder wunder Popo. Wir gingen gar nicht auswärts essen weil das Buffet so gut, abwechslungsreich und lecker war.

Obstteller

Unser Minimann war in unserem Apartment ständig auf Mission unterwegs. Er hatte immer wichtige Dinge zu erledigen. (Die Buggybesteigung ließ mein Herz kurz aussetzen)

Buggybesteigung Auf dem Balkon stehen und gucken was da so los ist draußenAuf dem Weg ins Bad/Schlafzimmer

Wir erprobten sämtliche Spielplätze in der Umgebung, er liebt es zu schaukeln und zu klettern. Auch unser Hotelgelände wurde inspiziert.

Wir machten eine Piratentour mit einem Glass-Bottom-Katamaran. Das war keine gute Idee, die erste halbe Stunde brüllte unser kleiner Mensch weil ihm das auf dem Wasser irgendwie unheimlich war. Dann hatte er sich daran gewöhnt und bei mir brach große Seekrankheit aus. Mir war so so so übel, dass wir an der nächsten Anlegestelle aussteigen mussten. Die Crew war super, haben eine tolle Kinderanimation geboten und der Fotograf brachte mit etwas zu trinken und Plastikbeutel (die ich GSD nicht brauchte). Es war wirklich schlimm und seit diesem Erlebnis habe ich mich dazu entschieden: sowas mach ich nie wieder! Wenn der Minimann später mal aufs Boot will, muss der Papa ran.

Er war einfach ständig im Actionmodus und hat dort wieder seine drei Tagesschläfchen gebraucht. Wenn er schlief konnten der Mann und ich uns auch mal schön ins Sönnchen setzen und den Kopf ausschalten 🙂 Abends schlief er dann dementsprechend später, das war wirklich schön, so haben wir uns noch ins Getümmel gestürzt. In der ersten Woche ging es abends ohne jegliches Drama und wir schliefen morgens immer bis mindestens 7 Uhr. Perfekt. In der zweiten Woche kamen dann die Zähnchen dazu. Ein paar Abende Einschlafdramen, aber wirklich solche, die nicht irgendwann damit enden, dass er schlief. Nein. Wir mussten ihn tragen oder im Buggy schieben. Das kann einfach immer passieren und wenn er dann in seinem Bett lag schliefen wir bis 8 Uhr morgens (natürlich mit Unterbrechungen, aber das ist ja normal).

Der letzte Tag fiel aus der Reihe und war nicht besonders schön. Nach einem Einschlafdrama und einer sehr unruhigen Nacht wollte unser Minimann um 6 nicht mehr in seinem Bettchen schlafen obwohl er offensichtlich noch hundemüde war. Ich überlegte nicht lange, packte ihn mir in die Trage und wir gingen raus. Irgendwann schlief er ein, aber wachte nach einer halben Stunde wieder auf und grinste mich breit an. Ich ging davon aus, dass alles okay ist. Im Apartment packten wir ihn aus, er spielte drauf los. Mir fiel irgendwann auf, dass er auffällig heiß war. Wir maßen Fieber. 39,4°. Schock. Wir gaben ihm Fiebersaft, er schlug an. Ein paar Stunden später stieg seine Temperatur auf 39,8°. Wir bekamen ordentlich Angst und gaben ein Fieberzäpfchen, auch das schlug an und er verschlief fast den ganzen Nachmittag. Das Fieber ließ sich senken, aber stieg immer wieder an. Ihm ging es nie wirklich sehr schlecht, er wurde müde und weinerlich wenn das Fieber wieder anstieg. Mit Gabe eines Zäpfchens oder Fiebersaft ging es ihm deutlich besser. Wir schliefen die darauf folgende Nacht kaum und waren froh, dass der Abreisetag gekommen war. Wir gaben ihm Zäpfchen und Fiebersaft im Wechsel und er meisterte den anstrengenden Tag wirklich ganz wunderbar. Wir wurden vom Flughafen abgeholt und leider brüllte er sich im Auto so in Rage, dass er als wir zu Hause ankamen wieder 39,9° Fieber hatte. Anstatt auszupacken bin ich los zur Apotheke, neue Zäpfchen kaufen. Er war unheimlich müde und wir entschieden, dass er einfach erstmal schlafen muss. Wir schleppten sein Kinderbettchen in unser Schlafzimmer, schliefen auch diese Nacht kaum. Das Fieber blieb. Wir gingen zum Arzt, er stellte einen Infekt fest und sagte, dass wir nichts weiter machen können, als das, was wir bisher getan hatten. Also Fieberzäpfchen und -saft geben wenn es ihm schlecht geht, abwarten. Zum Glück wurde das Fieber dann schon langsam niedriger und seit heute ist er komplett fieberfrei und übersät mit Ausschlag. Somit ist die Krankheit wohl überstanden. Ich bin so froh! Jetzt kann ich so langsam wieder entspannen, ich merke richtig wie sich alles in meinem Bauch löst.

So ist unser Urlaub dann leider etwas turbulent zu Ende gegangen, aber trotzdem war es einfach wunderschön. Unser Kind hat alle in seinen Bann gezogen, die Spanier sind so wahnsinnig kinderfreundlich. Alle waren so offen und freundlich zu uns und entgegneten dem Minimann ein Lächeln, einen Nasenstupser oder mit einem Augenzwinkern. In Supermärkten, beim Essen, am Strand, einfach überall war er an erster Stelle und alle lächelten uns an, sagten uns was er für ein süßes Baby ist. Das war wirklich schön. Beim Fliegen hatten wir Privilegien, wir durften so viel Sperrgepäck mitnehmen so viel wir wollten, konnten als erstes ins Flugzeug einsteigen (über manche deutsche Urlauber, die einfach keinen Platz machten obwohl der Minimann brüllte, sage ich jetzt einfach mal nichts) saßen in der ersten Reihe mit viel Beinfreiheit und bekamen ein Care-Paket für den Minimann von den Stewardessen. Wir haben durch und durch eine positive Erfahrung gemacht und können einen Mallorca-Urlaub mit Baby nur wärmstens weiterempfehlen.

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2 Gedanken zu “Unser erster Familienurlaub

  1. Das hört sich toll an!! (Außer die Fieber und Zahngeschichte natürlich – aber GsD ist er ja wieder fit!) Wo wart ihr denn genau? Haach ich hab auch Reisefieber…. 🙂
    GLG

  2. Ich noch mal… Ich würde gern um dein Passwort bitten, kann dir aber keine Mail schicken, kommt wieder zurück…. Magst du es mir senden? Wenn nicht, ist es auch kein Problem.. Würd nur gern die Fotos ansehen 😉

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