Elternzeit

Die erste Woche der Elternzeit vom Mann ist schon rum. Einfach so an uns vorbeigezogen.

Am Montag war die Hochzeit meines Schwagers (der Bruder meines Mannes). Es war insgesamt eine schöne Feier, ich hatte Spaß weil meine Eltern und meine Schwester auch eingeladen waren. Mein liebster Mann wurde so sehr eingespannt, dass ich ihn kaum zu Gesicht bekam. Ich organisierte diverse Spiele und holte so das Brautpaar auch mal herein zu seinen Gästen, welches sonst lieber draußen, rauchend und schwätzend seine Zeit verbrachte. Für uns war es viel Aufwand, es hat mir Spaß gemacht alles vorzubereiten aber über ein Dankeschön hätte ich mich auch gefreut. Das alte Spiel, undankbare Familie. Alles einfach selbstverständlich. Leider habe ich jetzt da so ein doofes Bauchgefühl wenn ich an die Hochzeit denke.

Den Rest der Woche verbrachten wir hier, zu Hause. Wir fliegen bald in den Urlaub, zwei Wochen Mallorca und freuen uns wahnsinnig drauf. Wir beide brauchen diese Auszeit, den Tapetenwechsel wirklich sehr. Es ist leider immer noch nicht geklärt, wie die Betreuung vom Minimann in ca. zwei Monaten ablaufen soll. Dadurch dass unser Kita-Gutschein noch nicht da ist, sind uns die Hände gebunden. Das wurmt mich sehr, ich denke viel darüber nach aber es bringt einfach im Moment nichts. Somit ist es noch wunderbarer, dass wir jetzt den Urlaub vor der Tür stehen haben. Wir können hier nichts ausrichten und kommen dann hoffentlich gut erholt und mit neuer Kraft, neuem Tatendrang und neuen Ideen wieder zurück. Ich schwanke in meiner Gefühlslage zwischen akuter Existenzangst und Optimismus, dass schon alles gut wird, weil wir bisher immer alles hinbekommen haben. Die letztere Gefühlslage überwiegt zum Glück.

Es ist wie Urlaub wenn der Mann zu Hause ist. Wir drei verbringen die Tage sehr entspannt und genießen unseren kleinen Sohn. Der Minimann war am Anfang wirklich erst kurz irritiert, dass der Papa nicht zur Arbeit ging. Aber so wie wir, hat er sich auch schnell daran gewöhnt und schafft es uns beide in kürzester Zeit komplett für sich zu beanspruchen. Wir müssen aufpassen, dass wir auch mal was schaffen weil wir an manchen Tagen gar nicht zu Potte kamen. Aber heute ist Putztag, letzte Erledigungen vor dem Urlaub müssen gemacht werden, wir packen die Koffer. Morgen sind wir zum grillen bei Freunden eingeladen. Das ist super, sonst würde ich den ganzen Abend noch einmal ein und auspacken um zu gucken ob wirklich alles da ist. Ich sage es schon mal prophylaktisch im Voraus zu mir selber ‚Wir sind ja dort nicht aus der Welt, entspannen Sie sich mal Frau Mama‘.

Wir haben eine Menge zu erledigen wenn wir wiederkommen, aber wir werden eine gute Lösung finden. Wir sind zu zweit und können so viel mehr schaffen, wir kriegen das hin. Ich habe mir für mich auch ein paar Dinge vorgenommen und will meine beiden Männer auch mal alleine lassen. Ich freue mich auf die Zeit, denn trotz der Probleme rund um den Kita-Gutschein ist es unsere gemeinsame Elternzeit, die wir zu dritt genießen. Und damit haben wir schon längst angefangen..

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3 Gedanken zu “Elternzeit

  1. Ich wünsche Euch ganz viel Spaß, sowohl im Urlaub als auch allgemein in den Vatermonaten. In der Zeit ist die Beziehung zwischen dem Babymann und seinem Papa noch ’ne ganze Ecke inniger geworden. Kann ich nur jedem empfehlen, der es irgendwie beruflich und finanziell einrichten kann.

    LG!

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