7 Monate Minimann

Ich kann es gar nicht fassen, dass ich schon wieder einen Monatsbericht schreibe. Ist der letzte nicht erst ein paar Tage her?

Mein liebes Kind, heute bist du schon sieben Monate alt!

Diesen Monat  hat sich so viel getan, du lernst einfach jeden Tag dazu.

Du drehst dich! Das ist eine große Veränderung für dich und für uns. Wir können dich jetzt nicht mehr einfach auf’s Sofa legen, nein. Denn dann würdest du dich in null komma nix in den Abgrund kullern. Daher liegst du eigentlich die meiste Zeit auf dem Bauch, du kannst jetzt viel länger so liegen ohne zu meckern. Denn die Bauchlage ist nicht so dein Ding, aber du hast verstanden, dass man so einfach viel mehr sehen, entdecken und erkunden kann.

Auf dem Bauch liegend stemmst du dich ordentlich hoch mit deinen Ärmchen, der Popo kommt manchmal sogar schon dazu und es sieht so aus, als würdest du jeden Moment in den Vierfüßlerstand kommen. Du winkelst deine Beinchen an, nur hast du die Koordination mit den Ärmchen noch nicht raus. Aber du schaffst es so wunderbar zu robben, rückwärts klappt am besten. Aber es geht auch vorwärts und im Kreis. Du liegst niemals dort, wo wir dich hingelegt haben. Wir mussten dich schon häufiger unter dem Sofa wieder hervorfischen und auf dem großen, weichen Teppich bleibst du nicht mehr.

Ab und zu bist du unzufrieden weil es alles nicht so klappen will, wie du das möchtest. Du kommst noch schleppend voran und an manche Dinge gelangst du noch gar nicht. Das ist natürlich frustrierend. Aber du lernst schnell und ich bin mir sicher, dass du den Dreh mit dem Vierfüßler, Krabbeln usw. bald raushast. Ansonsten lenke ich dich weiterhin ab, das klappt nämlich ganz toll. Wenn ich dich mit etwas anderem Interessanten locke, bist du wieder mein Strahlemann!

Überhaupt bist du mein Strahlekind! Wir lachen so viel zusammen und ich kann gar nicht genug von deinem Lachen bekommen. Ich liebe es, wenn du laut loslachst. Manchmal einfach so, wenn ich dir vorsinge und immer wenn ich dich kitzele und wir rumalbern. Du und dein Papa, ihr schäkert unglaublich süß miteinander, ich höre euch beide so oft gackern und könnte jedes Mal anfangen zu weinen vor Glück.

Du entdeckst deine Welt im Moment auf eine neue Art und Weise, so huscht dir ganz oft ein Lächeln über die Lippen wenn du Dinge wieder erkennst oder dich einfach nur umschaust. So wird jeden Tag die Ente auf der Wickelunterlage freudig begrüßt oder deine Spielsachen liebevoll belächelt (belutscht).

Das mit dem Brei klappt mal gut, mal weniger gut. Deinen Obstbrei und den abendlichen Milch-Getreide-Brei isst du ganz wunderbar (ähäm kein Wunder bei deiner Mama..) und mittags probieren wir uns aus. Ich denke, wir finden schon etwas, was dir schmeckt! Sonst bekommst du viel in die Hand gedrückt, es ist wundervoll zu sehen, wie du die Dinge untersuchst, fühlst, schmeckst. Deine Gesichtsausdrücke sind zum schießen komisch. Vorlieben konnte ich noch nicht entdecken, dein Interesse ist je nach Laune mal groß, mal klein. Aber Banane geht eigentlich immer sehr gut. Wir warten ab, probieren aus, beobachten dich und du sollst bekommen, was dir schmeckt.

Die erste Nachthälfte verbringst du in deinem eigenen Bett im Kinderzimmer. Ich hatte das Gefühl, dass wir dich zu sehr stören. Das klappt ganz toll. Wenn du das erste Mal weinst, holen wir dich zu uns ins Bett. Das ist mal früher, mal später. Wir stillen in der Nacht noch sehr häufig, du scheinst es zu brauchen. Es gab ein paar Nächte, da hast du wunderbar lange am Stück geschlafen. Aber im Normalfall stillen wir ca. alle zwei Stunden. Du sollst es weiterhin bekommen, wenn du danach verlangst mein Kind! Wir fühlen uns damit wohl und das ist das Wichtigste.

Du kannst dich mittlerweile ganz wunderbar auch alleine beschäftigen. Da fliegt deine geliebte Holzrassel durch die Luft (und manchmal gegen das Köpfchen *autsch*), die Giraffe Sophie wird belutscht und zum quietschen gebracht, du machst Radau mit sämtlichen dir vorhandenen Mitteln und ich freue mich drüber 🙂 Am liebsten hast du es aber immer noch, wenn wir mit dir toben. Dich abknutschen, durch die Luft fliegen lassen, deinen Bauch kitzeln, auf den Beinen hopsen lassen und mit dir durch die Wohnung tanzen. Das ist das Tollste für dich und für uns.

Ich habe immer gedacht, du bist in einer ‚Mama-Phase‘ zur Zeit. Das stimmt auch irgendwie aber ich würde es eher als fremdeln bezeichnen. Deine Tante (meine Schwester) war neben Mama und Papa immer deine wichtigste Bezugsperson. Letzte Woche hast du ein Schnütchen gezogen und geweint als sie mit dir spielen wollte und du musstest ganz dringend zu mir auf den Arm. Das ist neu. Du hast da eine eindeutige Grenze und ich sollte (muss) immer in der Nähe bleiben. So soll es sein und ich bin natürlich für dich da!

Ich habe das Gefühl deine Entwicklung geht jetzt immer schneller und du wirst langsam zu einem großen Jungen. Ich freue mich über jeden neuen Schritt den du machst, halte aber auch jeden Moment fest in dem du noch mein Baby bist. So wie jetzt.

Wir lieben dich sehr!

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2 Gedanken zu “7 Monate Minimann

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