Ein Wochenende im Freizeitstress

Es ist Montagmorgen, mein Kindchen schläft und wenn es nicht regnen würde, wäre ich momentan wieder einmal unterwegs. Raus, spazieren gehen, frische Luft tanken, mit einem großen Becher Kaffee in der Hand und auf auf. Außerdem hält der Minimann liebend gern sämtliche Schläfchen unterwegs an der frischen Luft, kann ich verstehen, ist gemütlich im Lammfell-Fußsack eingekuschelt 😉 Aber so im Regen macht das keinen Spaß.

Und nun komme ich doch mal etwas zur Ruhe, bin ich doch innerlich immer noch aufgewühlt und hibbelig. Wir hatten ein tolles Wochenende, aber es war vollgestopft bis oben hin.

Früh wach sind wir ja im Moment immer, am Samstag bin ich dann auch zeitig aus dem Bett gehüpft und hab meine Männer noch etwas kuscheln lassen. Ich begab mich schon an die Vorbereitungen für Sonntag. Es kamen liebe Freunde zum Geburtstags-Kaffeetrinken. Also war Kuchen backen angesagt, Kuchen 1 wurde gebacken, Küche in Chaos versetzt. Nebenbei, hinterher und irgendwie zwischendrin kochte ich noch Brei für den Minimann. Noch mehr Chaos. Dann wurde erstmal schön gefrühstückt und wir stellten fest, Hey, es fehlt noch so Dieses und Jenes im Kühlschrank. Also gingen wir einkaufen und verbanden das mit einem schönen Spaziergang. Wieder zu Hause angekommen war auch schon Mittagszeit und unser Kleinster bekam etwas zu futtern, das nimmt immer etwas Zeit in Anspruch. Er verweigerte seinen Mittagsschlaf, keine Mittagspause für Mama und Papa. Okay. Ich machte mich an die Muffins für Sonntag, verwüstete die Küche noch mehr. Der liebste Mann bespaßte unseren Kleinen. Zwischendurch war auch noch stillen angesagt, ist ja klar. So langsam war alles fertig gebacken für Sonntag und ich wurde immer nervöser. Denn abends ging ich ja das erste Mal alleine weg.

Also beseitigten wir erstmal so einigermaßen das Küchen-Chaos, bereiteten eine selbstgemachte Pizza für den Abend vor. Es kam meine liebste Freundin um mich abzuholen und vorher gemeinsam Abendbrot zu essen. Zwischendurch durfte der Minimann natürlich nicht zu kurz kommen, wir spielten oder er war auf meinem Arm wenn ich etwas einhändig machen konnte (die Mama-Phase, Sie wissen schon…).

Am Abend brachten wir unseren kleinen Mann wie immer ins Bett, er schlief wunderbar ein. Wir kuschelten noch ein paar Minuten, dann war er weg im Land der Träume. Ich war wirklich aufgeregt, konnte aber so beruhigt aufbrechen zum Konzert.

Das Konzert war toll! Wir haben getanzt, wie ‚früher‘, laut mitgesungen, uns von der Musik treiben lassen. Meine liebste Freundin und ich. Ich traf Leute wieder, die ich lange nicht gesehen hatte, wir quatschten hier und da aber vor allem genoss ich die Zeit und konnte die Verantwortung wunderbar für ein paar Stunden völlig dem Papa überlassen. Dieses Abschalten vom Mama-Dasein hat mir wirklich gut getan.

Ich war erst nachts wieder zu Hause, mein liebster Mann hat auf mich gewartet und so konnte ich ihm noch euphorisch von dem Abend erzählen. Der Minimann wurde langsam wach und wollte gestillt werden, passte ja super, denn ich war wieder zu Hause. Vorher war Ruhe, er hat schön geschlafen und der Mann hatte einen entspannten Abend. Perfekt.

Natürlich war die Nacht dann viiiiel zu kurz (das ist der große, große Nachteil vom Weggehen), denn das Kind interessierte es nicht, dass wir erst gegen zwei Uhr schliefen und wachte, wie immer, gegen halb 6 auf. Ich war mächtig platt und der Mann liess mich bis um 8 weiterschlafen. Gott sei Dank, so war der Tag gerettet!

Wir mussten dann am Vormittag die Wohnung ‚besuchsfein‘ machen. Also noch mal ein bisschen Ordnung schaffen, usw. usw. Um 12 war Babyschwimmen angesagt, dafür muss der Minimann ausgeschlafen sein, also noch mal ein Stündchen an die frische Luft. Mein Körper schrie nach Kaffee. Nach dem Spaziergang flogen wir förmlich zum Schwimmen, es machte viel Spaß, war aber auch wieder stressig das ganze aus- und anziehen.

Hinterher schlief unser kleiner Spatz eine Runde, ist ja auch anstrengend das Gezappel im Wasser. In der Zeit gingen wir duschen, zogen den Tisch aus, deckten ihn usw. Es gab noch etwas zu mampfen für den Minimann und dann klingelte es schon an der Tür.

Wir waren 7 Erwachsene und 4 Kinder. Es war ein Gewusel und es war laut 😉 Wir saßen beisammen, tranken Kaffee, aßen Kuchen (der übrigens sehr gut ankam), quatschten und spielten mit unseren Kindern. Es war zugegebenermaßen anstrengend alles vorzubereiten, aber es hat sich gelohnt! Ich habe gerne die Bude voll mit lieben Freunden und tollen Kindern.

Gegen Abend brachen dann alle wieder auf um sich auf den Heimweg zu machen. Ein tiefes Durchatmen als alle aus der Tür waren. Kurze Zeit später klingelt mein Handy. Das Auto von einem Paar springt nicht an, Licht angelassen. Also ADAC anrufen, wieder hoch zu uns kommen, warten. Nach einer Stunde rief der ADAC-Fahrer an, dass er gleich da ist. Das ging also doch sehr problemlos und die beiden konnten nach Hause fahren.

Jetzt aber: tiefes Durchatmen. Den total überdrehten und überreizten Minimann ins Bettchen bringen. Ruhe genießen und tot um neun ins Bett fallen.

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