6 Monate Minimann – ein Rückblick

Mein geliebtes Kind,

sechs Monate bist du jetzt schon bei uns, ein halbes Jahr ist das, kaum zu glauben! Die Zeit ist gerannt.. gerade eben war ich doch noch schwanger, bin ins Krankenhaus gefahren um dich auf die Welt zu bringen und und und…

Du warst schon immer ein aktives Kerlchen, schon als Neugeborenes hast du viel mit deinen Ärmchen gewedelt und dich damit oft selbst geweckt oder dich aus dem Konzept gebracht. Das passiert dir heute nicht mehr. Jetzt wird gezappelt was das Zeug hält, deine Beinchen fliegen in die Höhe, du steckst dir die Füsschen in deinen Mund. Du kullerst dich auf beide Seiten, ganz herum drehst du dich noch nicht. Ich glaube allerdings nicht, dass du es nicht schaffst weil du zu wenig Kraft hast, sondern, dass du einfach keine Lust dazu hast. Wenn du dich an etwas festklammern kannst drehst du dich ganz wunderbar und liegst wie eine eins auf dem Bauch und guckst umher. Nach einer Zeit machst du den Flieger, Ärmchen und Beine in die Höhe und ruderst wie verrückt. Du versuchst auch vorwärts zu kommen wenn du auf dem Bauch liegst, aber die Arm-Bein Koordination hast du noch nicht raus. Ich muss trotzdem immer ganz genau gucken wo ich dich hinlege, denn du robbst schon ganz schön umher auch ohne dich zu kullern.

Du bist unser kleiner Rabauke. Hauptsache laut! Du kreischst, lachst und erzählst in den höchsten Tönen. Das bringt uns oft in unglaublich lustige Situationen, wenn es sich zum Beispiel so anhört als würdest du kommentieren wenn jemand was erzählt. Wenn wir dir was in die Hand geben wird als erstes geschüttelt um zu gucken ob es Geräusche macht. Wenn nicht, haust du damit auf den Tisch und machst damit geräuschvoll auf dich aufmerksam. So bespielst du dein Spielzeug jeden Tag, doch so langsam merke ich wie dich dein eigenes nicht mehr so stark interessiert. Am besten ist immernoch ‚fremdes‘ Spielzeug oder natürlich Dinge die nicht dafür gedacht sind. So hab ich dir schon einiges in die Hand gegeben, wie z.B. Lockenwickler (oooh die werden gerne betatscht und belutscht, das fühlt sich lustig an 😉 ), Badeschwamm, Smarties-Packung, Toilettenpapierrollen, Löffel und und und..

Seit einer Woche gibt es Brei für dich. Du isst ihn mittlerweile ganz wunderbar, pure Möhre hat dir nicht so ganz so gut geschmeckt. Ich bin echt stolz, denn du hast das so gut raus nach der kurzen Zeit. Deine süße Schnute geht auf sobald sich der Löffel nähert, zum knutschen süß. Ansonsten darfst du von allem probieren, du bist so wahnsinnig neugierig mein kleiner Mann! Alles wird ausgiebig belutscht und mit den herrlichsten Gesichtsausdrücken kommentiert. Die Erdbeere letztens war so super, du wolltest sie gar nicht mehr hergeben.

Beim Zwergenspaß bist du der Chef. Du machst natürlich auch dort geräuschvoll auf dich aufmerksam und krallst dir immer alles Spielzeug. Wegnehmen lässt du dir nichts mehr. Es ist so schön wie du dich freust wenn wir dort sind, es scheint dir wahnsinnig viel Spaß zu machen nackig zu sein, zu spielen und in dieser Zeit dreht sich ja wirklich alles nur um dich. Wir beide. Das macht Spaß.

Schon als kleines Neugeborenes warst du unser Grimassen-König. Du kannst Gesichter ziehen wie ein Großer. Wir sehen dir mittlerweile schon an, was du denkst und fühlst je nachdem wie du guckst. Am besten kommt das raus wenn du isst, oder dir was in den Mund steckst. Deine Zunge ist momentan dein wichtigstes Tastorgan, alles muss in den Mund, irgendwie. Wir haben dein Mobilé am Wickeltisch abgehängt, weil es dich frustriert, dass du es nicht in den Mund stecken kannst.

Der Papa und ich werden angestrahlt was das Zeug hält. Ein Blick und du schenkst uns dein schönstes zahnloses Lächeln. Bei anderen brauchst du mehr Zeit, du schaust ganz aufmerksam mit deinen großen blauen Augen, musterst, studierst die Gesichter und dann huscht dir doch meistens ein Lächeln übers Gesicht wenn man dir freundlich begegnet.

Unsere Tage vergehen wie im Flug mein Schatz! Um sieben Uhr morgens ist die Nacht für dich beendet, dann wird im Bett gekuschelt, gequasselt und gespielt. Wir stehen gemeinsam auf und machen uns fertig. Wir sind viel unterwegs. Seit dem es Brei gibt, müssen wir uns ein wenig einschränken, aber bisher ist das kein Problem. Du brauchst noch deine drei Schläfchen am Tag. Vormittags, nach dem Mittagsbrei und nachmittags auch noch einmal. Manchmal wird der Mittagsschlaf verweigert, dann bist du aber gar nicht gut gelaunt den restlichen Tag. Überhaupt, wenn du sehr müde bist ist es eine Gratwanderung dich schlafend ins Bett zu bringen. Dauert etwas nur ein bisschen zu lange, fassen wir dich irgendwie falsch an, ist es vorbei und du brüllst wie am Spieß. Dann ist es schwer dich wieder zu beruhigen und meistens schläfst du dann nur auf dem Arm ein. Aber ansonsten schläfst du abends wunderbar. Wir stillen zum einschlafen, dann rufst du noch ein bis zwei Mal nach uns und dann hast du es meistens geschafft und schläfst friedlich. Nachts stillen wir, du brauchst die Nähe und im Moment fühle ich mich sehr wohl damit. Auch wenn es anstrengende Nächte gibt, in denen du jede Stunde trinken willst oder sogar weinst. Nachts ist die Brust das Allheilmittel (tagsüber nicht mehr). Du schläfst in deinem BabyBay, aus dem du fast rausgewachsen bist *hust*, und nachts hole ich dich oft zu mir.

Ganz ehrlich genieße ich es im Moment sehr, dass du mir noch nicht davon krabbelst, ich dich einfach in die Manduca packen und losmarschieren kann, du auf dem Arm sehr glücklich bist, und du einfach noch mein Baby bist. Bleib es noch ein bisschen, bitte 😉

Ich freue mich auf jeden neuen Tag mit dir mein Kind! Morgens kann ich es kaum erwarten dein Gesicht zu sehen, ich liebe es dir beim Schlafen zuzusehen, dein Lachen am Morgen ist das Schönste was es gibt. Jeder Tag vergeht so schnell und ich möchte die Zeit einfach anhalten.

Wir lieben dich sehr!

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2 Gedanken zu “6 Monate Minimann – ein Rückblick

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