Minimann und ich besuchen seit einigen Wochen einen Spiel- und Bewegungskurs für Kleinkinder.
Ich habe überlegt, ob es überhaupt Sinn macht aber kann jetzt sagen: Ja macht es, und zwar sehr.
Minimann brauchte ein paar Wochen um sich an diesen regelmäßigen Termin zu gewöhnen. Jetzt stürmt er den Raum, sobald ich ihn nur aus dem Buggy hole.
Es ist Exklusivzeit für mich und meinen kleinen Sohn. Ich habe die Möglichkeit ihn zu beobachten, mit anderen Kindern, wie er sich verhält und wie er seine Fähigkeiten schult. Es gibt Platz zum toben, die Kursleiterin baut richtige Parcours auf. Minimann liebt es zu klettern, hüpfen, springen oder zu rutschen. Je nach Aufbau, immer etwas Neues. Am Anfang und am Ende wird gesungen, immer die gleichen oder ähnliche Lieder. Ein Klassiker ist der ‘Kniereiter’, der Minimann liebt das hüpfen auf meinen Knien ![]()
Die Kursleiterin ist eine sehr liebe Frau, etwas spirituell angehaucht. Es ist interessant wie sie Situationen beurteilt und meinen Sohn einschätzt. Alles ein wenig alternativ, aber das stört mich gar nicht. Die Kinder lieben sie.
So waren beim letzten Mal fünf Jungs beim Kurs, Minimann inklusive. Das war so eine herrliche Stunde, diese kleinen Jungs haben eine ganz eigene Dynamik ausgestrahlt. Jeder mit eigenem Charakter, es wuselte nur so um uns herum, die Jungs tobten, rauften, drückten und küssten sich, hielten Händchen (so süß!) und spielten einfach ganz toll MITeinander.
Das soll jetzt nicht heißen, dass ich etwas gegen Mädchen habe, im Gegenteil! Es war einfach Zufall, dass es nur Jungs waren – ist mir auch erst im Nachhinein aufgefallen.
Wir werden wohl auch noch einen Nachfolgekurs mitmachen, auch wenn so ein Kurs mit Kita-Kind und meinem Job immer etwas Organisation verlangt: es lohnt sich einfach.
Spiel- und Bewegungskurs
Eingeordnet unter Uncategorized
Rundumschlag, kleiner :)
Hier ist es so ruhig geworden, aber ich spare mir jetzt Ausführungen über meinen Stresspegel im Moment sondern schreibe einfach mal wieder drauf los. Denn so ein Einstieg ist doch ganz schön schwierig, nach einigen Wochen.
Ich habe das Gefühl wir plumpsen von Phase zu Phase mit unserem Minimann, er hatte vor einigen Wochen die Hand-Mund-Fuß Krankheit. Das war wirklich schlimm, ihm tat das Trinken und nuckeln weh. Das machte Einschlafen nahezu unmöglich, ihn nervte das selber unheimlich. Wir schlängelten uns da durch, immer mal wieder war ich kurz davor mit ihm ins Krankenhaus zu fahren, aber dann trank oder aß er doch wieder ein wenig. Es ging vorbei. Es folgten bisher diverse Erkältungen mit bösem Husten und Schnoddernäschen, außerdem eine dicke Bindehautentzündung. Alles nicht schön, aber er nimmt einfach alles aus der Kita mit. Ich habe das Gefühl jeder Infekt bringt ihn entwicklungstechnisch ein Stückchen nach vorn.
Er wird immer selbstständiger, mein kleiner Junge schafft schon so viel allein.
Er wird motorisch immer fitter, zum Beispiel steigt er super Treppen hoch und auch runter. Das ist schon ein Kraftakt und ganz schön mutig für so einen kleinen Menschen.
So langsam geht es los, dass er alleine spielt und Phantasien entwickelt. Er schiebt seinen Bagger mit einem „Brrruuum Bruuum“ Geräusch umher oder lässt seinen Flugdino durch die Lüfte fliegen, begleitet von einem „Schhhhh Schhhh“. Aber eigentlich ist das Malen Minimanns größte Leidenschaft im Moment. Er liebt es, ob auf Papier (den Tisch), seinen AquaDoodle, oder auf der Straße mit Kreide. Das ist es einfach. Auch wenn er noch nicht ganz verstanden hat, dass der Tisch, der Boden, die Wände usw. nicht bemalt werden sollen
Gleichzeitig ist der Alltag an manchen Tagen ein Kraftakt. Der Minimann hat einen sehr starken Willen und will sich durchsetzen, mit allen seinen Kräften. Er wird da sehr laut und brüllt schon mal alles zusammen wenn ihm etwas nicht passt. Meine derzeitige Strategie ist einfach ruhig und konsequent bleiben. Ich spreche mit ihm, beziehe ihn mit ein und kündige Entscheidungen an. Damit kann ich die Wutausbrüche manchmal verhindern. Manchmal klappt das nicht. Er war schon immer sehr temperamentvoll, ich versuche das mit Gelassenheit und Ruhe auszugleichen. Auch wenn ich manchmal sehr durchatmen muss. Böse werde ich eigentlich nur, wenn er sich selbst in Gefahr bringt. Da müssen wir wohl durch, die Trotzphase geht ja gerade ein mal los.
Die Kita läuft sehr gut, er geht weiterhin gerne hin und das morgendliche Weinen ist vorbei. Ich habe jetzt auch endlich eine nette Mama gefunden, wir quatschen und verstehen uns gut. Das habe ich noch sehr vermisst und freue mich darüber, eine Gleichgesinnte in der Kita gefunden zu haben.
Wer hier mitliest, der weiß, das Schlafen ist unser Thema, schon immer gewesen. Aber es läuft, wir sind da entspannter geworden. Hauptsache wir schlafen, das heißt im Moment: Minimann kommt in der Nacht in unser Bett. Kuscheln muss er nachts mit Papa, ich kann nicht schlafen wenn er sich auf mir rumwälzt. Aber das klappt ganz gut. Ich bin gespannt, wann er ein mal alleine einschläft oder auch mal durchschläft.
Jetzt freuen wir uns auf Ostern: ein paar Tage frei, wir fahren aufs Land zu Oma und Opa. Wir haben als Geschenk Eier bemalt (was sonst) und werden das erste Mal ein paar kleine Überraschungen verstecken und mit unserem kleinen Mann suchen gehen
Eingeordnet unter Uncategorized
Solche Dinge
Heute zum allerersten Mal getan:
Dem Minimann in einem überfüllten Einkaufszentrum hinterherrennen. Er machte sich einen Spaß daraus, sich zwischen den Regalen zu verstecken und mir immer wieder zu entwischen. Ich hörte ihn jauchzen vor Freude und sah ihn kreischend wenn er mich entdeckte. Kurz dachte ich ‘Jetzt ist er weg!’ und mir rutschte das Herz in die Hose. Natürlich war er nicht weit und der Mann auch dabei um ihn einzufangen. Ich bin da wohl etwas panisch veranlagt, oder einfach eine typische ‘Erstlings-Mama’? (eine sympathische Frau kommentierte das Ganze nämlich mit ‘Ist Ihr erstet Kind wa? Beim zweeten rennen Se nich mehr so, die kommen zurück, keene Sorge!’)
Und zum zweiten Mal getan:
Eine Strumpfhose samt Body entsorgt weil die Windel nicht im Geringsten hielt. Den Rest kann man sich denken. Trotzdem, jetzt plagt mich das schlechte Gewissen, verschwenderisch ist es. Aber ging da gerade nicht anders.
Eingeordnet unter Uncategorized
Hoppla..
Hoppla, hier ist es ruhig geworden.. dabei ist es bei uns ganz und gar nicht ruhig.
Der Minimann spricht mittlerweile 1A zwei-Wort-Sätze. Überhaupt spricht er einfach jedes Wort nach und benutzt auch schon viele Wörter kurz danach in seinem aktiven Wortschatz. Beim Kinderarzt saß er auf dem Untersuchungstisch und rief ‘Da, Piep Piep! Da, Miaaaauuu!’ für mich völlig normal, so spricht er den ganzen Tag. Doch der Arzt hörte beeindruckt zu und trug dies in seine ‘Akte’ ein, er meinte zwei-Wort-Sätze sind schon eine Bedingung bei der U7.
Minimann erkennt sich selber. Er sieht sich im Spiegel und sagt seinen Namen, genauso auf Fotos. Ich finde das beeindruckend.
Unser kleiner Mann muss jetzt immer und überall laufen. Ich warte schon immer darauf, wie er sagt ‘Mama laufe!’ gepaart mit einem erwartungsvollen Quängeln. Wenn er dann so umher läuft, fängt er allzu oft an zu quietschen und zu kreischen vor Freude. Das ist so unheimlich süß! Vor allem wenn wir mit anderen Kleinkind-Freunden unterwegs sind, die kleinen Menschen sich gegenseitig anstacheln und es kurz in den Ohren pfeift weil sie alle so laut kreischen vor Freude, ja das ist Lebensfreude pur. Ich liebe es.
Im Gegenzug zu Minimanns rasanter Entwicklung schubt er auch gewaltig. Hinzu kommt eine fette Erkältung. Das ist auch ein Grund, warum hier so lang nix mehr geschrieben wurde. Der kleine Mann ist mein Schatten, wenn ich da bin, dann bitte Körperkontakt. Einschlafen geht auch nur auf mir (oder dem Papa), wahlweise mindestens eine Stunde Händchen halten/singen usw. Seit Minimann krank ist, schläft er in unserem Bett. Ich bin froh, dass unser BabyBay immer noch nicht abgebaut ist.. so kann ich mich halb hinein legen, wenn Minimann sich quer legt.
Seit diesem Jahr weint der Minimann verstärkt beim Abgeben am Morgen in der Kita. Das macht mich ganz schön fertig und ich gehe oft mit einem schlechten Gefühl ins Büro. Allerdings beruhigt er sich wohl immer schnell und erlebt tolle Tage in der Kita, dank seiner wunderbaren Erzieherinnen. Er geht jetzt fast ein halbes Jahr dorthin, in dieser Zeit haben sie den kleinen Menschen so gut kennengelernt und schätzen ihn richtig ein. Im Gespräch stelle ich oft fest, dass sie einen sehr guten Blick auf mein Kind haben und ihn gut auffangen können, wenn es nötig ist. Beruhigend. (trotzdem schmerzt mein Mamaherz wenn ich mein brüllendes Kind höre und ins Büro aufbrechen muss)
Apropos Büro. Ich bin mit meinen Arbeitsbedingungen nicht wirklich zufrieden und heute stelle sich heraus, dass sich das auch erstmal nicht ändern wird. Also von der Seite meiner Chefs aus. Ich hörte viel bla bla ‘Wir wollen Sie behalten’, aber ich komme da nicht weiter. Es ist schade, aber ich glaube ich muss erstmal dort raus, woanders arbeiten und irgendwann kann ich vielleicht wiederkommen. Unter meinen Bedingungen.
Das macht mir ein komisches Gefühl im Bauch, obwohl ich schon einen anderen Job im Blick habe und mir da auch gute Chancen ausrechne. Trotzdem. Ich bin ein olles Gewohnheitstier. Aber da muss ich durch.
Überhaupt und insgesamt geht mir das alles wieder mal viel zu schnell, Minimann spricht, läuft, macht und tut. Ich sehe und staune. Mein Baby wird groß.
Ups, da ruft er schon das erste Mal, in der Nacht ist er dem Baby von vor einigen Monaten doch seeehr ähnlich. Ich muss los
Eingeordnet unter Uncategorized
2011. Und guten Rutsch!
Noch ein paar Stunden ist 2011. Was für ein Jahr, voller Veränderungen!
Der Minimann lernte das Essen, Krabbeln, Laufen und Reden. Er entwickelte sich in den letzten 12 Monaten vom Stillbaby, dass sich nicht drehen konnte zum laufenden, sprechenden und futterndem Kleinkind. Wow!
Auch für mich hielt das Jahr viel bereit, meine Elternzeit endete und ich gehe wieder arbeiten. Ein ganz neuer Alltag begann für uns alle.
Der Minimann ist ein Kita-Kind und ich eine Working-Mom. Nochmals Wow!
Wir sind ein komplettes Jahr von vorne bis hinten Eltern. Wir sind eine Familie, wir drei. In diesem Jahr erlebten wir unseren ersten Familienurlaub auf Mallorca, es war traumhaft.
So starten wir mit vielen wunderbaren Erinnerungen und einem guten Gefühl ins neue Jahr. Wir haben viel vor und ich hoffe, es gelingt uns alles so, wie wir uns es vorgenommen haben.
Ihr werdet es erfahren, denn hier soll es weitergehen. Ich möchte schreiben und würde mich freuen, wenn ihr reinschaut
Ich wünsche euch einen guten Rutsch aber viel wichtiger: ein wunderbares neues Jahr! Es gibt viel zu entdecken und bewegen im Leben, bleibt nicht stehen, gebt euch nicht zufrieden sondern strebt weiter, macht weiter und wachst über euch hinaus.
Alles Liebe!
Eingeordnet unter Uncategorized
Unser Weihnachten war…
… wunderschön. Bei meinen Eltern genossen wir ein tolles Fest, wir kamen hier in ein weihnachtlich geschmücktes Heim und ich fühlte mich urplötzlich ganz heimelig und spürte den ‘Zauber der Weihnacht’. Wir aßen gut und viel, waren in der Kirche, das erste Mal Gottesdienst mit dem Minimann. Es gab eine schöne Bescherung, unser Minimann war der Mittelpunkt des Ganzen. Es war wunderbar.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag fuhren wir zur meinen Schwiegereltern. Man kann es einfach nicht vergleichen, ich fühle mich dort nicht besonders wohl. Aber es war okay, es gab eine reiche Bescherung mit Geschenken, die wir uns für den Minimann gewünscht hatten. Brav. Zum krönenden Abschluss sagte meine Nichte zu mir: ‘Mama sagt du bist doof, du doof!’ durchatmen, weitermachen, ich flötete nur vor mich hin: fröhliche Weihnachten!
Eingeordnet unter Uncategorized
Meilenstein
Dieser Meilenstein kam schleichend, Schritt für Schritt aber jetzt ist es soweit: Mein Kind, du läufst!
Seit Wochen machst du viele, kleine, feine und freie Schritte. Vor allem in unserer Wohnung hast du dir viele Strecken, von Zimmer zu Zimmer, zugetraut.
Jetzt mit ziemlich genau 16 Monaten läufst du überall, frei und ohne Hilfe. In fremder Umgebung noch etwas wackelig aber du läufst und willst laufen. Auf dem Arm oder im Buggy rufst du ‘Laufe, laufe!’ und stürzt dich quasi Richtung Boden.
Die neue Perspektive ist unheimlich aufregend für dich, jetzt wird alles noch mal neu erkundet. Du bückst dich nach Blättern und trägst stolz Stöckchen umher.
Du läufst richtig weite Strecken, gehst hier einen kleinen Umweg und entdeckst da am Wegrand noch eine Blume/Blatt/einen Hundehaufen.
Zu Hause rennst du richtig, wie ein kleiner Wirbelsturm stürmst du von Zimmer zu Zimmer.
So nehme ich dich an die Hand, wir planen mehr Zeit in unseren Alltag ein und du bist wieder einen Schritt weiter, in Richtung ‘groß werden’, mein kleiner Minimann ♥
Eingeordnet unter Uncategorized
